Alles begann 2004, als wir anfingen, mit ein paar unserer alten Metal-Lieblingssongs herumzutüfteln. Wir probten drei Songs und hatten so viel Spaß dabei, dass wir beschlossen, damit auf die Bühne zu gehen, und ein paar Wochen später feierten sie auf einer Geburtstagsparty in einer Scheune außerhalb von Göteborg ihre Live-Premiere. Wir hatten keine Ahnung, wohin uns dieser erste Auftritt führen würde.
Was haben Motörhead, Refused, Rage against the Machine, AC/DC und Green Day gemeinsam? Sehr viel! Sie alle haben Lyrics geschrieben, die ziemlich gut in einem Diskurs des Widerstands in einer Ära funktionieren, die mehr und mehr durch herzlosen Nationalismus, Rassismus, Faschismus und Egoismus geprägt ist. 2024 in Europa zu leben kann schon sehr herausfordernd sein, wenn man sieht, wie die Politiker*innen aller Länder nach und nach den Dreck ausgraben, der schon längst verbannt sein sollte (oder zumindest mit deutlicher Verachtung gestraft werden sollte).
Doch eines muss man sich unbedingt ins Gedächtnis rufen: just because you got the power, heißt nicht, dass man auch recht hat. Permanent werden neue idiotische Ideen präsentiert, die viel zu oft darauf abzielen auf diejenigen einzutreten, die bereits am Boden liegen, was wie TNT für den durchschnittlichen Bürger ist, der sich von der Gesellschaft betrogen fühlt. Dieses Gefühl mag manchmal nachvollziehbar sein, aber seit wann ist das Verbreiten von Angst, das Bauen von Mauern und das Zerstören von Bildungssystemen die Lösung für Alles geworden? Seit wann ist ein Mensch weniger wert, weil er eine bestimmte Ethnie, ein bestimmtes Geschlecht, eine bestimmte sexuelle Orientierung oder einen bestimmten Glauben hat? Unsere Antwort ist kurz und knapp: Wann immer irgendwer versucht, uns hier auf Linie zu bringen, entgegnen wir: fuck you, we won’t do what you tell us.
Was also tun? Sind wir die Einzigen, die sich wie basket cases fühlen, in einer Welt, die sich abwärts zu drehen scheint? Wir hoffen doch nicht! Und wenn wir eines in all den Jahren gelernt haben, dann, dass Musik einen mächtigen Zauber entfachen kann. Egal ob man sie produziert, spielt oder ihr zuhört. Es gibt nur wenige Dinge, die uns derart zusammenschweißen können wie Musik. Deswegen blicken wir froh und aufgeregt der Veröffentlichung des neuen Hellsongs-Albums entgegen. Für uns ist es ein Lichtblick in dunklen Zeiten. Zusätzlich zu den Cover-Songs gibt es noch vier eigene Lieder, die sich alle um unser Kernthema drehen. Wir sind zurück: Mit noch mehr Vocals, mehr Drums und überhaupt mehr Instrumenten, gespielt von einer noch größeren und wütenderen Gang als je zuvor. Wir lieben es und hoffen, es gefällt euch genauso gut.
Lassen wir diese abgründigen Zeiten hinter uns und gehen wir gemeinsam in eine gleichberechtigte Zukunft! Eins wissen wir jedenfalls genau: We would rather be dead, als es gar nicht erst versucht zu haben. See you on the road!
Neues Album: Return of the Hellsingers (VÖ: 25.10.24/Tapete Records)